#02 Noach – „Noah“

Noach
1. Mose 6,9-11,32
Jesaja 54,1-55,5; Lukas 17,20-27
Die Lesung Noach klärt uns darüber auf, dass Gott in antiken Zeiten schon einmal ein Gericht über die ganze Erde kommen ließ. Dieses Gericht ist als Sintflut bekannt. Doch zusätzlich erfahren wir auch, wie Gott mit einem gerechten Menschen, nämlich Noach, vorging, um ihn aus dem Gericht heraus zu retten.
Die Ursache für Gottes Gericht
Als YHWH damals auf die Welt blickte, sah er folgendes:
Als aber YHWH sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse,…(1. Mose 6,5)
YHWH sah, dass die Menschen sich komplett dem Bösen verschreiben hatten. Er konnte keinen einzigen guten Gedanken mehr in ihren Herzen finden. Wenn wir bedenken, dass in jedem Menschen ja der Atem Gottes aktiv ist und ihm das Leben schenkt (Vgl. 1. Mose 2,7), so muss die damalige Erkenntnis Gottes erschreckend gewesen sein.
…da reute es YHWH, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und YHWH sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe! (1. Mose 6,6-7)
Gott entschied sich, die Welt, wie sie war und wie er sie geschaffen hatte, zu zerstören. Doch diese Zerstörung sollte nicht endgültig sein, sondern ein Weg für einen Neuanfang ebnen.
Gottes Schutz vor dem Gericht
YHWH trug Noach auf, eine Arche zu bauen (Vgl. 1. Mose 6,14-16), damit Er ihn für den geplanten Neuanfang erhalten konnte. Diese Arche sollte Noach vor dem Gericht der Sintflut schützen, welches Gott für die ganze Erde plante. Dabei sollten wir bedenken, dass Gerichte Gottes immer auch Befreiung für die Gerechten bedeuten.
Und der Pharao wird nicht auf euch hören, sodass ich meine Hand an Ägypten legen und mein Heer, mein Volk, die Kinder Israels, durch große Gerichte aus dem Land Ägypten führen werde. (2. Mose 7,4)
Noach war gerecht (Vgl. 1. Mose 6,9) und so bot Gott ihm einen Weg an, der ihn vor dem Tod verschonen sollte.
Doch wie ist ein gerechter Mensch definiert?
Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer«. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße. (Matthäus 9,13)
Der Gerechte ist der Gegenpart vom Sünder. Somit ist derjenige gerecht, der die Sünde meidet bzw. dem die Sünde vergeben ist. Und was ist Sünde?
Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. (1. Johannes 3,4)
Das Leben ohne Gesetz, ohne die Torah, ist Sünde. Somit ist die Gerechtigkeit ein Leben in und mit der Torah.
Gottes Bauplan für die endzeitliche Arche
YHWH gab Noach einen genauen Bauplan für seine Arche. Der Mensch Noach hatte also ein Modell bzw. einen Plan der Arche von Gott erhalten. Bauen musste er sie allerdings selbst.
In ähnlicher Weise haben auch wir einen Plan mit der Torah und ein lebendiges Modell in Jeschua für unsere Arche erhalten. Unser Vertrauen in diesen Bauplan und unser Handeln nach dem Modell wird uns am Leben erhalten und uns für den abermals geplanten Neuanfang rüsten, denn:
Siehe, der Vermessene — unaufrichtig ist seine Seele in ihm; der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. (Habakuk 2,4)
Und:
Und die Leute werden sagen: Der Gerechte empfängt doch seine Frucht; es gibt doch einen Gott, der richtet auf Erden! (Psalm 58,12)
Und so verlassen wir uns auf das Wort und die Zusagen Gottes, gehen im Gehorsam seinem Sohn und seiner Torah gegenüber und wissen:
Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht wanken, aber die Gottlosen bleiben nicht im Land. (Sprüche 10,30)
Amen!
- Der mutige Hirte - 29. Februar 2024
- 21 Ki Tisa – “Wenn du erhebst” - 25. Februar 2024
- #20 Tetzaveh – “Du sollst gebieten” - 18. Februar 2024
