#05 Chajeh Sarah – „Das Leben Sarahs“

Chajeh Sarah
1. Mose 23,1-25,18
1. Könige 1,1-31; Johannes 4,3-14
In der Torahlesung Chajeh Sarah lernen wir Rebekka, die spätere Ehefrau von Isaak kennen. Neben den tatsächlich stattgefundenen geschichtlichen Ereignissen möchte uns die Torah aber immer auch auf einer tieferen Ebene Wahrheiten über uns und unsere Beziehung zu Gott vermitteln.
Wir wollen uns einmal etwas näher mit Rebekka auf einer geistlichen Ebene beschäftigen.
Die Herkunft Rebekkas
Rebekka war die Tochter Bethuels und die Schwester von Laban (Vgl. 1. Mose 22,23; 1. Mose 24,29). Die Bedeutung des Namens dieser Tochter Bethuels ist ungewiss. Da Namen aber auch eine Bedeutung für die Identität eines Menschen haben, scheint uns die Torah Rebekkas wahre Identität an dieser Stelle noch zu verhüllen.
Dennoch wird sie dadurch geehrt, dass das gesamte Geschlechtsregister in 1. Mose 22,20-24 nur für sie aufgeschrieben wurde. Und tatsächlich wird nur sie als Nachkomme Bethuels darin genannt, Laban kommt gar nicht vor.
Ihr Vater Bethuel ist der achte Sohn von Nachor, dem Bruder Abrahams. Die acht steht in biblischen Zusammenhängen für einen Neuanfang. Die unbekannte Rebekka war also ein Kind des Neuanfangs.
Der Name ihres Vaters Bethuel kann zweierlei bedeuten. Zunächst könnte er mit dem Haus Gottes in Verbindung gebracht werden. Andererseits kann Bethuel aber auch mit „Gott zertsört“ oder „Zerstörer Gottes“ übersetzt werden.
Das geistliche Bild
Mit der Suche nach einer Braut für den verheißenen Sohn Isaak bietet uns Chajeh Sarah ein geistliches Bild für die Braut Gottes und den Bräutigam Jeschua.
Die Frau, welche ihre Identität noch nicht gefunden hat und aus einem Haus kommt, welches von Gott zerstört wird, macht sich auf den Weg zu einem Neuanfang. Doch wo trifft sie ihren Bräutigam?
Und Isaak kam vom »Brunnen des Lebendigen, der [mich] sieht« — denn er wohnte im Negev —, weil Isaak zur Abendzeit auf das Feld gegangen war, um zu beten; und er blickte auf und sah, und siehe, Kamele kamen daher. Und Rebekka blickte auf und sah Isaak. Da ließ sie sich vom Kamel herab… (1. Mose 24,62-64)
Die Begegnung ereignete sich mitten in der Wüste des Negev beim „Brunnen des Lebendigen, der mich sieht“. Ist es nicht so, dass Jeschua seiner Braut ebenfalls in der Wüste in der Nähe einer Wasserquelle in Form eines Felsen begegnete?
Und so sind auch wir aufgefordert ähnlich wie Rebekka, den Mut aufzubringen, unser Haus zu verlassen, welches dem Untergang geweiht ist und uns auf den Weg zu einem Neuanfang mit Jeschua zu machen. Und auf diesem Weg werden wir unsere wahre Identität und Bestimmung finden.
Bildquelle: Sweet Publishing / FreeBibleimages.org
(Creative-Commons-Lizenz)
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