Dagon, der Fischgott und das Christentum Teil 1

Dagon, der Fischgott und das Christentum Teil 1
Zusammenfassung einer Studie von studythecalendar.com, Tim Astleford, Charlene Fortsch
Ein lebloses Bild oder eine leblose Statue haben nicht die Fähigkeit, YHWH die Ehre zu geben. Daher sind die visuellen Darstellungen von Dagon, der mit dem Gesicht nach unten vor die Lade fällt, damals wie heute prophetisch und ebenso absolut erstaunlich und tiefgründig. Wer ist in der Lage, zu stehen und unserer Majestät – YHWH – zu trotzen? WER? NIEMAND!
Zum Kontext: Etwa im Jahre 1141 v. Chr. führten die Philister Krieg gegen Yisra’el und Yisra’el erlitt eine Niederlage. Das Wichtigste: Die Philister erbeuteten die Bundeslade.
Und sie sprach wiederum: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist weggenommen! (1. Sam 4,22)
Die Bundeslade war nicht mehr in den Händen von Yisra’el, sie wurde in den heidnischen Tempel des Gottes Dagon gebracht. (s. 1. Sam 5,1-2)
Aber vorab die Frage, wer ist Dagon? Welches WELTSYSTEM der Anbetung bekennt sich zu Dagon noch heute? Und – was ist mit dem sehr populären christlichen Fischsymbol? Dagon ist ein heidnischer Gott der Philister und Phönizier. Es wird berichtet, dass sie glaubten, Dagon sei der Vater von Aleyan (Baal).
Anmerkung: Das hebräische Wort für Fisch ist „dag“. Mehr über den Namen – ICHTHYS – gibt es im Teil 2. Die erste Erwähnung von Dagon („dem Gott bzw. Mächtigen der Philister“) findet sich in Richter 16. Dort lesen wir, wie Simson in den Tempel des Gottes Dagon gebracht wurde, um die Philister bei einem Fest für ihren „Gott/Mächtigen“ zu unterhalten.
Die Dagon-Verbindung zu Saul, zum „Christentum“
In 1. Chronik 10,10 lesen wir, dass König Saul und seine Söhne in einer Schlacht mit den Philistern ums Leben kamen. Saul wurde am nächsten Tag enthauptet. Sein Kopf wurde abgetrennt und zusammen mit Sauls Rüstung im Tempel des Dagon aufgehängt. Seine Rüstung legten sie in das Haus der Aschtarot, und seinen Leichnam befestigten sie an der Mauer des Beyth-Schan. Aschtoret war eine Kriegsgöttin von Assyrien und Babylonien. Aschtarot/Aschtoret (Ostera) war die Göttin der Phönizier. Sie war/ist die Göttin der Sexualität und der Fruchtbarkeit. Prostitution war ein Ritus im Tempel dieses Nicht-Gottes. Gibt es eine verräterische Verbindung, die wir heute mit der modernen „christlichen“ Gemeinschaft von Dagon und Ashtoret sehen können?
Die Mitra
Mitra ist die Bezeichnung des Pabst-Hutes, der die Form eines offenen Fischmauls hat, ähnlich dem Fischkopf von Dagon. Haben sie etwa beide denselben Ursprung? Kann man mit Sicherheit sagen, dass Dagon das Gesicht des modernen Christentums ist? Ja, beide haben die gleiche Verbindung zum Heidentum! Der eine ist in ein „christliches“ Gewand und eine Mitra gehüllt. Der andere ist mit Fischschuppen bedeckt! Es gibt nichts Neues unter der Sonne!
Zum Fischgott-Kontext
Ninive betete auch einen Fischgott an! Dagon spielt in der Geschichte von Jona eine Rolle, obwohl diese Gottheit im Buch Jona nicht namentlich erwähnt wird. Die Assyrer in Ninive, zu denen Jona als Missionar gesandt wurde, verehrten Dagon und sein weibliches Gegenstück, die Fischgöttin Nanshe. Jona ging natürlich nicht direkt nach Ninive, sondern musste auf wundersame Weise dorthin gebracht werden. Das Transportmittel, das YHWH für Jona bereitstellte – ein großer Fisch –, hat für die Ninive-Bewohner eine große Bedeutung gehabt. Als Jona in ihrer Stadt ankam, erregte er sozusagen großes Aufsehen. Er war ein Mann, der drei Tage lang in einem Fisch gesteckt hatte und von einem Fisch direkt an der Küste Assyriens ausgesetzt bzw. ausgespuckt worden war. Die Niniviten, die einen Fischgott anbeteten, waren sehr beeindruckt; sie schenkten Jona ihre Aufmerksamkeit und bereuten ihre Sünde.
Nun zurück zum eigentlichen Bibeltext aus 1. Samuel 5. Was geschah mit dem Götzen, als die Bundeslade im heidnischen Tempel der Philister aufgestellt wurde?
Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon. (Die Bundeslade wird neben Dagon gestellt – was für ein Synkretismus.) Als aber die Asdoditer am folgenden Morgen (bei Tagesanbruch) früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade YHWHs. Da nahmen sie den Dagon und stellten ihn wieder an seinen Platz. Als sie aber am folgenden Morgen früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde, vor der Lade YHWHs; aber der Kopf Dagons und seine beiden Hände [lagen] abgehauen auf der Schwelle, nur [der Rumpf] Dagons war von ihm übriggeblieben. Darum treten die Priester Dagons und alle, die in den Tempel Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis zu diesem Tag. (1. Sam 5,1-5)
Welch ein unglaublicher Anblick bot sich den Augen der Philister, als sie das Haus ihres „Mächtigen“ sahen? Ihr „Mächtiger“ war demontiert, besiegt, zerstört und gedemütigt – durch den Schöpfer selbst! YHWH entlarvt die heidnische Falschheit!
Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird: Ja, mir soll sich jedes Knie beugen und jede Zunge schwören! (Jes 45,23)
Das Wortbild entlarvt die Vernichtung der (vermeintlichen) Macht!
Was wurde abgetrennt? Der Kopf (Rosh) und die beiden Hände an den Handgelenken. Der Kopf ist die prinzipielle Basis der Kontrolle und Autorität, um die Macht umzusetzen. Die Hände stehen für die physische Kraft und Stärke, um die Macht zu artikulieren, umzusetzen und/oder zurückzuzahlen. Das Ergebnis? Der einst „mächtige“ Nicht-Gott wurde noch weniger mächtig als in seiner Nicht-Existenz!
Die erste Schlacht mit den Philistern fand von Sonnenaufgang (boqer) bis Sonnenuntergang (boqer) statt! Auf die irrige Idee hin, die Bundeslade an den Ort der Schlacht zu bringen, um zu siegen und Rache zu üben, betraten Hophni und Pinehas ohne Erlaubnis den Ort des Höchsten und trugen die Lade ins Lager. Ein trügerischer Geist war in Hophni und Pinehas eingezogen.
YHWH zerstört die Autorität des Heidentums!
Erst sehen wir, wie im Morgengrauen (boqer) Dagon neben der Bundeslade aufgestellt wird, 24 Stunden später wird Dagon mit dem Gesicht nach unten auf den Boden vor der Bundeslade gefunden! Dagon hat sich also „gebeugt“. Wieder 24 Stunden später, bei Tagesanbruch, wird Dagon, wieder mit dem Gesicht zur Erde, vor der Bundeslade gefunden, diesmal jedoch in Stücke gebrochen! Dies zeigt uns praktisch das „Zerstückelte Heidentum“. Kopf & Handflächen lagen abgetrennt vom Körper auf dem Boden!! Der Kopf als das Machtkontrollzentrum und die Hände mit der Fähigkeit, zu artikulieren, zu manipulieren und zu zerstören, lagen auf dem Boden. Das Christentum wird direkt von Dagon repräsentiert, und die Platzierung dieser Körperteile ist tiefgründig. Die Macht und die Wirksamkeit des „Christentums“ wurde jedoch damit entlarvt und zurückgewiesen.
Erinnert euch daran, dass das Wort YHWHs uns verbietet, irgendwelche Götzenbilder zu haben, einschließlich eines FISCHES oder eines KREUZES. Es wird geboten, KEINE GÖTTLICHEN BILDER jeglicher Art zu haben – Punkt. YHWH hat solche Götzen verboten, weil wir mit der Zeit ihren wahren Ursprung vergessen und der Lüge auf den Leim gehen würden, dass sie irgendwie ein Symbol für YHWH sind.
Mit dieser Studie sollte das Geheimnis weiter enträtselt werden, das sich hinter der falschen Religion verbirgt, die heute „Christentum“ genannt wird. Wer hat sie erschaffen, was haben sie geglaubt, was ist ihr Ziel?
Teil 2 folgt
Shalom, Rivkah
- Torahhouse: Gebetsfokus für März – Jakobs prophetische Vision seiner vier Schafherden - 26. Februar 2024
- Ehe und Sexualität / WECKRUF FÜR DIE BRAUT – Episode 191 - 26. Februar 2024
- Eine tief verborgene Botschaft im Stammbaum Yeshuas - 22. Februar 2024

Johannes Haller
20. Dezember 2021 @ 18:59
Danke, eine sehr gute Zusammenfassung! Wenn man mehr dazu wissen will, gibt es da ein lesenswertes Buch von Alexander Hislop “Von Bablon nach Rom” der Ursprung der römisch-kathoischen Religion. Beim CLV Verlag. Es ist mit vielen Querverweisen ausgestattet und bringt wirklich Licht ins Dunkel. Liebe Grüße und Schalom Johannes
emuna
22. Dezember 2021 @ 17:05
Danke!
Dirk
16. April 2022 @ 13:01
https://up.picr.de/42519813ml.jpg
Dieses Tongefäß stammt aus einer alten Grotte neben der ersten jüdisch-christlichen Synagoge auf dem Berg Zion in Jerusalem. Es wird angenommen, dass das es von den jüdischen Gläubigen, die sich Nazarener nannten, geschaffen und verwendet wurde. Das Gefäß besteht aus drei separaten, aber integrierten Symbolen: einer Menora oben, einem Davidstern in der Mitte und einem Fisch unten. Der Stern des dreiteiligen Symbols entsteht durch Verflechten des Ständers der Menora mit dem Fisch. Das Siegel wurde auf acht antiken Artefakten geätzt oder eingraviert gefunden
https://up.picr.de/42531215xz.jpg
Die Gravur auf dem Tongefäß ist prophetisch, weil es zeigt, dass Juden und Nichtjuden zusammenkommen. Es wurde an einem Ort gefunden, an dem sich die ersten Gläubigen trafen. Es war auf einem Salbungsgefäß. Das Fischsymbol (obwohl von den Philistern für Dagon, den Fischg-tt verwendet) wurde von den frühen Gläubigen verwendet, basierend auf den Worten von Jesus
ich will euch zu Menschenfischern machen! Mt.4,19b
und den Prophezeiungen von Jeremia und Hesekiel
Siehe, ich will viele Fischer senden, spricht der Herr, die sie fischen sollen; danach will ich viele Jäger senden, die sie jagen sollen von allen Bergen und von allen Hügeln und aus den Felsenklüften Jer.16,16 Und es wird geschehen: alle lebendigen Wesen, alles, was sich dort tummelt, wohin diese fließenden Wasser[3] kommen, das wird leben. Es wird auch sehr viele Fische geben, weil dieses Wasser dorthin kommt; und es wird alles gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt. Und es wird geschehen, daß Fischer an ihm stehen werden; von En-Gedi bis En-Eglaim wird es Plätze zum Ausbreiten der Netze geben. Seine Fische werden sehr zahlreich sein, gleich den Fischen im großen Meer,[4] nach ihrer Art. Hes.47,9-10
Das messianische Symbol kombiniert die Menora der Juden und das Fisch-Symbol der Christen mit dem Grundständer der Menora und dem Schwanz des Fisches. In Epheser heißt es
Denn Er [Christus] ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, Eph.2,14
Es ist offensichtlich, dass der Fisch zuerst als Symbol von der messianischen Synagoge auf dem Berg Zion verwendet wurde, die überwiegend Hebräisch sprach – nicht als einzelnes Symbol, sondern als integraler Bestandteil eines dreiteiligen Symbols, dessen Gesamtbedeutung erheblich anders und mehr war als der Fisch allein.
Es erinnert uns daran, dass wir als wilde Ölbaumzweige in den edlen Ölbaum Israel eingepfropft worden sind und daß G-tt die Juden als die herausgebrochenen Zweige wieder auf den Ölbaum pfropfen wird, auf den sie ursprünglich gehörten; vgl. Rö.11.
Eines der acht Artefakte ist ein ziegelgroßer Block aus abgenutztem lokalem Marmor
https://up.picr.de/42535604wi.jpg
https://up.picr.de/42536166se.jpg
Dieses Stück trägt eine geätzte Version des messianischen Siegels mit einem Tav im Auge des Fischsymbols, das wie ein Kreuzzeichen aussieht sowie die alte aramäische Schrift, die die Verwendung dieses Artefakts als Ständer für eine Phiole mit Salböl verkündet: Für das Öl des Geistes.
Dieser Text ist fast identisch mit Jakobus, der sich auf den geistlichen Gebrauch von Öl zum Salben bezieht
Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen; und sie sollen für ihn[4] beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jak.5,14-16
Jedes Mal, wenn wir dieses messianische Siegel sehen, sind unsere Augen sofort auf die Mitte gerichtet – den Davidstern! Im Fisch sehen wir die Braut Christi als einen Leib, Jude und Heide, und in der Menora, ein Symbol für den Heiligen Tempel, das herrliche Licht, das vom Thron des allmächtigen G-ttes scheint. Immer wenn die Symbole der Menora und des Fisches zusammenkommen, bildet sich der Davidsstern in der Mitte zwischen den beiden. Das messianische Siegel ist ein ausdrucksstarkes Emblem der Verbindung zwischen dem jüdischen und christlichen Glauben. Es vermittelt eine starke Botschaft, dass G-tt möchte, dass die heidnischen Gläubigen und das jüdische Volk als eins verbunden werden, in dem Christus das Zentrum sein soll.
In einer Geschichte, die sich über 4000 Jahre erstreckt, ist es wirklich erstaunlich zu sehen, wie G-tt Seine Absichten durch das messianische Siegel offenbart hat. Der jüdische Glaube und das Christentum sind nicht verfeindet. Juden und Heiden sind gleich: Beide müssen aus der Knechtschaft der Sünde errettet werden, beide müssen durch das Kreuz gerettet werden, beide müssen die auferstehende Kraft Jesu erfahren. Beide Glaubensrichtungen werden durch Christus verbunden. Das Gesetz der Hebräer und die Gnade des christlichen Glaubens sind wunderbar miteinander verbunden, um das Herz G-ttes zu bilden, das durch den Davidstern repräsentiert wurde.
Und es kommt eine Zeit, in der die Botschaft, die das messianische Siegel zu übermitteln versucht, in unserer Mitte geschehen wird. Wo G-tt Seine Kinder, Juden und Heiden, zu einem machen wird
Du, Menschensohn, nimm dir einen Holzstab und schreibe darauf: »Für Juda und die Kinder Israels, seine Mitverbundenen«. Dann nimm einen anderen Holzstab und schreibe darauf: »Für Joseph, den Holzstab Ephraims, und das ganze Haus Israel, seine Mitverbundenen«. Danach füge die beiden zusammen, einen zum anderen, damit ein Holzstab daraus werde; ja, zu einem einzigen sollen sie werden in deiner Hand. Hes.37,16-17
emuna
18. April 2022 @ 13:08
Shalom Dirk,
vielen Dank für den langen Kommentar und deine Mühe, deine Sicht darzustellen. Ich habe das Teaching aus dem Englischen übersetzt und es nicht selbst verfasst. Allerdings kann ich es auch so nachvollziehen, wie es dargestellt wurde von “Covenant Calendar”. Das ist wieder eine Situation, wo jeder selber studieren und prüfen muss und sich entscheiden darf, was er glaubt. YHWHs Segen, Rivkah