Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7
- Mose 20,4-6
4 Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was
unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist.
5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott …… - Mose 26,1
Ihr sollt euch keine Götzen machen, und ein Götterbild und einen Gedenkstein sollt ihr euch nicht
aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen, um euch davor anbetend
niederzuwerfen, denn ich bin der Herr, euer Gott. - Mose 34,17
Gegossene Götter sollst du dir nicht machen.
Zunz: Götterbilder von Gusswerk sollst du dir nicht machen.
Matthäus 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben,
oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem
Mammon. - Mose 18,13
Du sollst dich ungeteilt an den Herrn, deinen Gott, halten. - Korinther 10,14
Flieht den Götzendienst.
Wir wollen einen kurzen Blick auf Götzen, Götzendienst und Götzenmacher (Jes. 44,9) werfen.
In Jes. 44,10; 44,13; Jer. 10,3; 3. Mo. 26,1; 2. Mo. 34,17 werden verschiedene „Arten“ von Götzen
beschrieben: aus Holz geschnitzte, aus Stein gehauene, in eine Form gegossene Götzen, und in Psalm
115,4 ist von Götzen aus Silber und Gold die Rede.
Wenn man mal in diese Beschreibungen ein weinig rein hört, erkennt man, dass es richtig harte
Arbeit ist, einen Götzen zu machen. Ein Götze macht es dem Menschen also nicht leicht. Deshalb
muss der Mensch heute hart arbeiten. Vor dem Fall hat der Mensch den Garten bebaut – das war
seine ihm von Gott bestimmte „Arbeit“. Ich bin mir aber sicher, dass ihm diese Arbeit leicht von der
Hand gegangen ist. Sie machte ihm keinerlei Mühe, sondern vielmehr Freude. Nach dem Fall jedoch
war der Erdboden verflucht, brachte Dornen und Disteln hervor, und Gott erklärte dem Menschen:
„Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen“ (Elbf.). Davor bebaute er den Garten mit
Leichtigkeit und Freude, um davon zu essen. Danach kostete die Bebauung des Erdbodens viel Mühe
und Schweiß.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 2
So hat der Mensch das Schulsystem erfunden, damit er etwas lernt, um das Gelernte dann für harte
Arbeit einzusetzen – Arbeit, die er, ohne es gelernt zu haben nicht in der Lage sein würde
auszuführen. Im Garten – vor dem Fall – musste der Mensch nicht lange überlegen – er wusste, wie
der Garten zu bebauen war. Gott hatte den Menschen mit einer Hyper-Intelligenz ausgestattet.
Denken wir nur einmal an die Millionen von verschiedenen Tierarten, von denen der Mensch jedem
einzelnen Tier seinen Namen gab – unvorstellbar nach unserem heutigen Intelligenzquotienten.
Heute gibt es Menschen, die danach „streben“, bzw. darauf aus sind, aus dem Menschen wieder so
eine Hyper-Intelligenz zu machen – diesmal allerdings ohne Gott. Dabei möchte ich es an dieser
Stelle belassen und zurückkommen zur Beschreibung der Götzen.
Wie sehen Götzen aus, woran erkennen wir sie. Wer oder was steht hinter ihnen, und wie werden
wir sie wieder los – wenn wir sie denn überhaupt loswerden wollen oder überhaupt können.
Verschiedene Lexika definieren Götzendienst als „Anbetung von Götzen oder exzessive Hingabe an
oder Verehrung von etwas, einer Person oder einer Sache.“
Eine biblische Definition lautet: Götzendienst umfasst jeglichen Wert, jegliche Ideologie, jegliche
Beziehung und jede Sache, die die absolute VORRANGSTELLUNG, welche allein JHWH gehört, infrage
stellt oder unterminiert.
Ein Götze will (letztendlich) immer und wird auch immer – wenn man ihn denn lässt – Gott ersetzen
und den, der sich auf einen Götzen einlässt, unter seine Gewalt zwingen. Ein Götze will selbst Gott
sein und über den Menschen herrschen. Das ist sein Ziel. Und wie macht er das? Er gaukelt dem
Menschen vor, dass er unentbehrlich ist, dass er dem Menschen alles und weit darüber hinaus geben
kann, was er braucht und wonach es ihn verlangt. Er überzeugt den Menschen davon, dass er ohne
ihn, ohne diesen ganz speziellen Götzen, nicht auskommt, und darauf läuft es dann auch hinaus. Für
jede Not, für jede Lebens-Notwendigkeit, für jedes Bedürfnis hält der Feind einen entsprechenden,
passenden Götzen – oder sollte ich sagen: ein passendes System – bereit. Und es beginnt mit
Ablenkung. Ablenkung wovon? Ablenkung von dem einzig wahren Gott, der alles für den Menschen
sein will und es auch ist, wenn der Mensch IHN an die erste Stelle stellt – nur dann! (2. Mose 20,2; 5.
Mose 6,4).
Mit den Götzen kommt eine ganz bestimmte Dynamik zum Tragen.
In einem Lexikon heißt es:
Das Wort Dynamik kommt aus dem Altgriechischen („dynamis“) und bedeutet Kraft. Dynamik befasst
sich also mit der Wirkung von Kräften. In der Physik wird unter Dynamik die Beschreibung der
Bewegung von Körpern in ihrer Abhängigkeit von den einwirkenden Kräften verstanden ….
Übertragen könnte das heißen, dass der Mensch nun, nachdem er sich auf diese Kräfte eingelassen
hat, in seinem Tun und Lassen von diesen auf ihn einwirkenden Kräften abhängig wird und ist.
Die Bedeutung des Wortes Dynamik zeigt uns, worum es im Kern bei den Götzen geht. Es geht um
einwirkende, abhängig machende Kräfte. Hinter den Götzen stehen ganz spezifisch wirkende Kräfte –
Kräfte, mittels derer die Götzen bewirken wollen, dass man sich an sie wendet, sich auf sie verlässt,
sie „anbetet“, sich mit ihnen verbindet, d.h. ihnen „anhängt“ und „ein Geist“ mit ihnen wird, so wie
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 3
man auch ein Geist mit Jeschua wird, wenn man IHM anhängt (1. Kor. 6,17). Und damit wollen die
Götzen erreichen, dass man nach ihren „Vorgaben“ lebt, wodurch sie mehr und mehr Macht über
den Menschen gewinnen, und der Mensch total von ihnen abhängig wird. Dabei geht der Götze wie
folgt vor: Zuerst verführt oder verlockt er den Menschen, dann bindet er ihn an sich, um ihn am
Schluss zu zerstören.
Psalm 33, 16-17
Einem König hilft nicht seine große Macht; ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft;
Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen; und ihre große Stärke errettet nicht.
Diese große Kraft der Götzen ist eine betrügerische, verführerische Macht oder Kraft, die weder
helfen noch erretten kann. Dieser Wirkkraft oder Macht der Götzen steht der Geist der Kraft Gottes
entgegen. Und dieser Geist ist ein Geist, der sehr wohl helfen und erretten kann, wenn wir uns an ihn
um Hilfe wenden. In Lukas 10,19 heißt es: Siehe, ich habe euch die Macht (Vollmacht) gegeben, auf
Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft (Dynamis) des Feindes, und nichts soll
euch schaden. Wir haben diesen Geist der Kraft von Gott empfangen, die Frage ist nur: Auf welche
Kraft greifen wir zurück, welche Kraft nehmen wir (bewusst oder unbewusst) in Anspruch, wenn wir
Hilfe brauchen? Lassen wir uns betrügen und setzen wir auf „Rosse“?
Um das herauszufinden und um die Götzen in unserem alltäglichen Leben bloßzustellen, wollen wir
untersuchen, wie Götzen aussehen, damit wir uns nicht von ihnen verführen lassen. Götzen
verstecken sich. Sie kommen nicht einfach daher und sagen: „Hier bin ich, ich bin der und der Götze,
und wenn du mich anbetest, bekommst du, was ich bin. Ich gebe dir alles, was du brauchst.“ Nein –
so gehen sie nicht vor. Sie kommen zwar „ganz offen“ und bieten sich an – aber ohne dabei ihr
wahres Wesen zu zeigen, und ohne durchblicken zu lassen, wer oder was in Wirklichkeit hinter ihnen
steht. Wenn wir z.B. beten und auf eine Antwort von Gott warten, schaltet sich manchmal ein Götze
ein und sagt: „Hier bin ich. Ich bin die Antwort.“ Und weil wir (vielleicht noch) nicht unterscheiden
können, oder nicht warten können, oder uns der Umgang mit ihnen möglicherweise zur Gewohnheit
geworden ist, fallen wir darauf rein.
Wie sehen Götzen nun aus?
Jesaja 42,17
Es weichen zurück, es werden völlig zuschanden (alle), die auf ein Götzenbild vertrauen, die zum
gegossenen Bild sagen: Ihr seid unsere Götter.
Jesaja 30,22
Und ihr werdet entweihen (wir haben sie also irgendwann einmal „geweiht“) eure übersilberten
Götzen und die goldenen Hüllen eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie Unrat und zu ihnen
sagen: Hinaus! (Luth.)
Dann wirst du den Überzug deiner silbernen Schnitzbilder und die Bekleidung deiner goldenen
Gussbilder unrein machen. Du wirst sie wegwerfen wie etwas Unreines: Dreck! Wirst du dazu sagen
(Elbf.).
- Mose 32,4
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 4
Und er nahm sie (ihren Schmuck) von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte
ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
Hier bezeugen sie, dass der Götze, den sie als Gott ansehen, sie gerettet hat. (Götzen können aber
nicht retten, obwohl sie uns das vormachen wollen. Wir sollen auf sie reinfallen, damit sie uns am
Ende zerstören können.)
In den obigen Schriftstellen ist von Götzenbildern, Schnitzbildern und Gussbildern die Rede, von
verschiedenen Materialien und Formen. Die Götzen haben ein bestimmtes Aussehen und eine
bestimmte Form, in die sie gegossen, geschnitzt oder gehauen worden sind oder noch werden. Jeder
Götze hat also seine ihm eigene Erscheinungsform. Man kann und soll diesen Götzen anschauen, zu
ihm aufschauen, um seiner Form gewissermaßen „an- oder eingepasst“ zu werden. Sein Aussehen
und auch seine Form entsprechen seinem jeweiligen Charakter oder Wesen.
Manche Götzen sind also in eine Form gegossen, wobei die Form die Art des Götzen wiederspiegelt.
Am Sinai war es die Form eines Kalbes (Stierkalb). Aaron goss das Bild eines Kalbes; und er goss
dieses Bild, während Mose noch auf dem Berg die „Gussform Gottes“ empfing – eine Form, in die das
Volk dem Plan Gottes entsprechend „gegossen“ werden sollte. Der Feind hatte es während dieser
Zeit geschafft, das Volk vom ursprünglichen Plan Gottes abzulenken, es zur Unreinheit zu verführen
und damit von Gott zu trennen.
Das Wort „unrein“ heißt auf Hebr. „tame“ und bedeutet „sich verunreinigen, entehren, entweihen“.
In Teil 2 sahen wir schon, wie eminent wichtig es ist, zwischen heilig und unheilig, rein und unrein
unterscheiden zu können (3. Mo. 10,10) – denn Gott ist heilig!
Als Mose vom Berg herabstieg und gewahr wurde, dass das Volk schon „in eine Form gegossen“
worden war, zerbrach er die Form, die er für das Volk von Gott bekommen hatte. Gott möchte uns in
Sein Bild gießen bzw. umwandeln. Wir wurden durch Sünde in das Bild des Feindes gegossen,
umgeformt, deshalb ist Jeschua gestorben, damit wir aus der falschen Form herauskommen und
wieder in Sein Bild (in Seine Form) „umgeformt“ werden können.
Nur wenn wir uns von allem Unreinen reinigen, können wir auch umgewandelt werden in Sein Bild.
Unreinheit bezieht sich in der Schrift vor allem auf Götzendienst (Hes. 20,7.30f; 23,7; 36,18; 37,23)
und Ehebruch (Hes. 5,11; 9,7; 20,26; 23,38). Götzendienst ist Ehebruch.
Die Systeme sind eine „Form“ für die Götzen, oder anders gesagt: die Götzen erscheinen in der Form
der Systeme. Die Form der Götzen sind die Systeme. Jeder Götze hat – wie oben schon erklärt – eine
ganz bestimmte Form. Das macht das jeweilige System für sich ganz deutlich. Das System ist
sozusagen die Bekleidung des jeweiligen Götzen und damit nicht auf den ersten Blick als Götze
erkenntlich. Das Wort „gegossen“ heißt auf Hebr. „massekah“, und es wird in der Schrift
wiedergegeben mit
- Gussbild (in Ri. 17,4; Jes. 30,22; 42,17)
- Bündnis, genannt nach dem Trankopfer und Gussopfer bei Vertragsabschluss (Jes. 30,1);
„massekah“ kommt von „nasak“, was „gießen, weihen“ bedeutet.
Gleichzeitig mit dem Gießen wurde der Götze auch geweiht.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 5
In Jesaja 30,22 haben wir gelesen, dass wir die Götzen entweihen werden, was zeigt, dass wir diese
Götzen irgendwann einmal „geweiht“ haben.
„weihen“
sich einer Sache hingeben
a) sich einer Sache eifrig widmen, völlig überlassen
b) einem Wahn nachhängen, verfallen
c) sich einer Sache, jemandem, etwas ganz und gar widmen, schenken
„entweihen“
entheiligen, profanisieren, schänden
a) etwas der Heiligkeit berauben
b) jemanden, etwas entehren
c) jemandem, einer Sache Schande antun
(nach Bibellexikon)
Diese Worterklärungen zeigen, wie sehr wir mit den Götzen, den Systemen, ich will mal sagen,
verwoben, wie sehr wir mit ihnen verbunden sind. Wir sind ihnen regelrecht verfallen, sind ihnen
ganz und gar hingegeben, völlig überlassen – ja, geweiht. Mir fällt gerade die Redewendung ein:
„einer Sache oder jemandem völlig auf den Leim gehen“.
In Lukas 10,27 heißt es:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und
von ganzem Gemüt („Gemüt“ schließt nicht nur Gefühl, sondern auch Verstand, Vernunft,
Gesinnung, Willen, Verlangen und Streben ein).
Deshalb ruft uns der Herr heraus aus den Systemen Babylons, denn unser Herz kann nicht zwei
Herren dienen. Wir müssen an einen Punkt gelangen, wo wir „unsere Bilder“ entweihen – d.h., die
Weihung rückgängig machen –, weil wir erkannt haben, dass es profane Götzen sind, schändliche,
unheilige, tote Götzen und Geister – und wir werden sie hinauswerfen!!
Nun wollen wir einen kleinen „Exkurs“ machen und sehen, was es mit einem „Bild“ auf sich hat (nach
Wikipedia):
Zitat Anfang
Bild / Abbild
Abbild bezeichnet ein Bild und seine Beziehung zu einem darauf abgebildeten, wiedererkennbaren
Gegenstand. Ein Abbild kann einen natürlichen Ursprung haben oder künstlich geschaffen sein.
Unter dem philosophischen Begriff der Abbildrelation soll das Verhältnis zwischen Gegenstand und
Abbild beschrieben werden.
Was versteht man unter einem Bild?
„Flächige Darstellung von Personen und Dingen“ (früher auch „Skulptur“) sowie überhaupt „dem
Auge sich darbietender Anblick“ oder „nur in der Vorstellung wahrgenommene Erscheinung“.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 6
Welche Funktion haben Bilder?
Sie können auf einen Blick und damit wesentlich rascher als sprachliche Botschaften aufgenommen
werden. Zudem haben Bilder ein großes Emotionalisierungspotenzial, da sie sowohl Emotionen direkt
abbilden als auch durch die Art der Darstellung rasch und einfach Emotionen erzeugen können.
Was vermitteln Bilder?
Bilder wecken Emotionen und Aufmerksamkeit. Sie können faszinieren, begeistern, beeindrucken,
aber auch – wie es etwa die Werbung nutzt – schockieren. Sie ermöglichen Zugänge zu inneren,
unbewussten Prozessen und zu Gefühlen, für die zunächst die Worte fehlen.
An Bilder erinnert sich der Mensch leichter als an Texte.
Bilder wecken Emotionen in uns, weil sie direkt unser limbisches System ansprechen. Das limbische
System spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung, Verarbeitung und Regulierung von Emotionen.
Bilder erregen Aufmerksamkeit und vermitteln ein Thema schnell. Deshalb können sie Emotionen
auslösen, Bedürfnisse wecken oder Assoziationen hervorrufen. Texte haben andere Stärken: Sie
unterstützen und ergänzen die emotionale Wirkung der Bildmotive.
Was kann ein Bild aussagen?
Bilder können informieren, schockieren, rühren, erschrecken, beruhigen. Bilder können Geschichten
erzählen, nahezu immer wecken sie bestimmte Gefühle. Welche das sind, hängt vom bereits
Gesehenen und von persönlichen Erfahrungen ab.
Zitat Ende (Unterstreichungen vom Autor hinzugefügt)
Zusammenfassung: Bilder wecken, lösen aus, erzeugen, lassen entstehen, verarbeiten, regulieren,
bewirken Emotionen, und das abhängig vom bereits Gesehenen und von persönlichen Erfahrungen.
Außerdem erregen sie Aufmerksamkeit. Das alles macht deutlich, dass Bilder auf unsere Seele
wirken; sie sprechen unsere Seele an.
Die obigen Aussagen über das Bild (von Wikipedia) waren mir wichtig, weil im Zusammenhang mit
den Götzen immer wieder von einem „Bild“ die Rede ist, und weil ein Bild die Seele anspricht. Denn
wer oder was wir sind, bringen wir durch unsere Seele zum Ausdruck – durch unser Denken, Fühlen
und Wollen, unsere Psyche. Unser Verstand enthält unsere Gedanken. Mit unserem Willen
entscheiden wir, das zu tun, worüber wir nachgedacht haben, und unsere Emotionen sind die
Gefühle, die hochkommen als Ergebnis unserer Gedanken und Entscheidungen.
Unser Denken, Fühlen und Wollen bringt zum Ausdruck, welche Rolle der Heilige Geist in unserem
Leben spielt und welche Autorität der Heilige Geist über diese unsere „Seelen-Funktionen“ hat. Es ist
äußerst wichtig, dass wir unsren Glauben nicht auf Gefühle aufbauen. Aufgrund der Verzagtheit des
Volkes wegen ihrer schweren Arbeit in Ägypten, hörte es nicht auf Mose (2. Mose 6,9). Daraus
können wir schließen, dass wir möglicherweise aufgrund von bestimmten Gefühlen für die Wahrheit
taub sind. Gefühle fokussieren auf die Realität der gegenwärtigen Situation – nicht unbedingt auf
Wahrheit. Von dem Moment an aber, wo man die Wahrheit akzeptiert, wird man sich auch nach und
nach wieder besser „fühlen“.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 7
Welches Bild schauen wir nun an?
Der Götze möchte mit seinem „Bild“ zunächst einmal unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und
wenn wir ihn dann „anschauen“ (wobei „anschauen“ auch „sich damit befassen, damit umgehen,
sich darauf einlassen, Emotionen wecken lassen“ und noch Vieles mehr beinhaltet), weckt das
bestimmte Gefühle in uns, ausgelöst durch das, was uns von diesem bestimmten Götzen vor Augen
gemalt wird (Gal. 3,1!). Das erinnert mich gerade an eine bestimmte Werbung. Ein Model, also eine
sehr schöne Frau, macht Werbung für eine bestimmte Kosmetik. Wenn wir dieses Model vor Augen
haben, weckt sein Anblick in uns das Verlangen, auch so schön zu sein wie diese Frau. Uns wird
vorgemacht, dass der Weg dahin über die Kosmetik führt. Und deshalb kaufen wir dann die
Kosmetik. Wir verspüren das Verlangen, in dieses „Bild“ das uns vor Augen gemalt wird,
umgewandelt zu werden. Und um dieses Ziel zu erreichen, ist uns jedes Mittel – im wahrsten Sinne
des Wortes (die Kosmetik) – recht.
Das gleiche hat auch der Feind, der Götze im Sinn. Er stellt sich uns vor als eine Sache oder eine
„Person“, die in unseren Augen „wunderschön“, also begehrenswert erscheint. Er möchte, dass wir
ihn anschauen und dies in uns ein Verlangen nach ihm erweckt. Wir haben gesagt, ein Bild weckt
Gefühle, erzeugt Emotionen, und diese Gefühle oder Emotionen entstehen in unserer Seele. Das
Verlangen kommt also aus unserer Seele, und genau auf die hat der Feind es abgesehen. Er möchte,
dass wir ihn anschauen, auf ihn schauen, damit unser Schauen-auf-Ihn unsere Seele „bewegt“,
unsere Seele berührt, und wir so in das Bild des Götzen „umgewandelt“ werden können. Er möchte,
dass unsere Seele dem Bild – seinem Bild – gleichgestaltet wird.
Das hat sich der Feind aber nicht selbst „ausgedacht“. Nein – er ahmt nach, er möchte den ewigen
Plan Gottes für den Menschen untergraben und zunichte machen. Denn Gott selbst möchte durch
den Menschen zum Ausdruck kommen. Das ist Sein Plan. Deshalb hat er den Menschen in Seinem
Bild geschaffen.
Gott geht es und ging es von Anfang an um ein Bild, um SEIN BILD in uns. Dieses Bild trägt SEIN
Siegel, es ist SEIN Zeugnis. Es bezeugt IHN. Und weil der Feind ein Falschmünzer, Fälscher, Täuscher
oder Nachahmer ist, geht es ihm ebenfalls um ein Bild, um sein – des Götzen, des Feindes – Bild in
uns. Es geht dem Feind darum, dass wir ihn zum Ausdruck bringen, nicht Gott.
In Römer 8,29 lesen wir:
Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bilde
seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern (Luth.).
Zunz (auch Elbf.) übersetzt:
…. dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein ….
„gleichförmig sein“ – griech.: symmorphizo = „gleichgestalten, gleichförmig machen;
von „symmorphos = gleichförmig, gleichgestaltig;
von syn = „zusammen mit“ und morphe = „Form, Gestalt (gleichförmig umgestalten)“
Die Ersterwähnung von Bild finden wir in 1. Mose 1,26, wo es heißt: Lasset uns den Menschen
machen, ein Bild, das uns gleich sei. Das Bild, nach dem der Mensch geschaffen wurde, ist das Bild
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 8
Gottes selbst: Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn (1. Mose 1,27).
Gott ist unsichtbar. Er hat uns aber in Sein Bild geschaffen, damit wir Ihn zum Ausdruck bringen und
Er durch uns sichtbar wird, um der ganzen Welt, allen Nationen, das Bild Gottes, Seine Herrlichkeit,
Sein Wesen zu offenbaren. Dieses Licht sollen wir sein. Er soll an uns und durch uns zeugnishaft
gesehen, ja, verherrlicht werden.
Genau dazu ist Jeschua auch als das Bild des unsichtbaren Gottes ins Fleisch gekommen (Er ist das
Ebenbild des unsichtbaren Gottes – Kol. 1,15).
Gott musste in Jeschua ins Fleisch kommen, weil die Schlange durch Lüge und Verdrehung des
Wortes Gottes den Plan Gottes „scheinbar“ vereitelt hatte. Durch Adams und Evas Ungehorsam war
das Bild jetzt „dunkel“ geworden – es war nicht mehr sichtbar. Vor dem Fall war der Mensch ein
Lichtwesen wie auch Gott selbst. Licht war sein Kleid. Nach dem Fall aber, oder, besser gesagt,
aufgrund des Falles war der Mensch des Lichtes sozusagen „entkleidet“ worden – er war jetzt nackt,
was sein gefallenes Wesen offenbar machte. Es war dunkel geworden um ihn herum; er strahlte
nicht mehr das Licht Gottes aus. Der Mensch, der in Licht gekleidet gewesen war, hatte seine
göttliche Bekleidung „verloren“. Ich könnte weinen, wenn ich daran denke. Das Bild Gottes in ihm
war nun nicht mehr sichtbar. Etwas anderes trat zutage: Nacktheit. Als der Mensch sich dessen
bewusst wurde, versteckte er sich vor Gott.
In 1. Johannes 1,7 lesen wir:
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander
(müssen uns nicht mehr verstecken), und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller
Sünde.
Johannes erklärt hier, dass wir in der Finsternis der Sünde keine Gemeinschaft mit Gott haben
können. Doch das reinigende Blut Jesu bringt den Menschen zurück ins Licht, zurück in die
Gemeinschaft mit Gott und miteinander.
Aufgrund des Falles hat der Mensch aber nicht nur seine ihm ursprünglich von Gott gegebene
„Bekleidung“, sondern auch die Ewigkeitskomponente seines Leibes verloren und ist damit der
Vergänglichkeit, dem Verfall unterworfen. Die Wissenschaft bezeichnet das als den Prozess der
Entropie (Verlaufsrichtung der in der Natur ablaufenden Prozesse). Wir unterliegen dem Prinzip des
Verfalls. Und diesen Prozess möchte der Feind in Bezug auf uns, die Menschen, beschleunigen, denn
er möchte uns zerstören (Joh. 10,10). Je mehr wir in das Bild des Feindes, des Götzen umgewandelt
werden, desto schneller läuft der Prozess des Verfalls ab. Wir können diesen Prozess aber ein
stückweit aufhalten oder, besser gesagt, verlangsamen. Dazu hier eine hoch interessante Erklärung
zu Entropie von Hollisa Alewine:
Zitat Anfang
Entropie
Sacharja lehrt über eine Zeit, wenn die Nationen gestärkt sein werden, wenn Judah die Feste von
Herzen feiern und Israel ein Licht für die Nationen sein wird, weil sie dem Heiligen Geist erlauben,
durch sie zu wirken, um das Herz der Nationen umzuwandeln. Wenn die Nationen sehen, wie sie die
Feste halten, ist das das Licht für sie.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 9
Sach. 14,16
„Und alle, die übrig geblieben sind von allen Nationen, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich
heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, um das Laubhüttenfest zu halten.“
Aus diesem Grund heißt das Fest auch „Fest der Nationen“. Die Nationen werden erkennen, dass
Jerusalem das Zentrum der Feste ist und der Grund, warum Israel das Heilige Land einnimmt –
nämlich, damit Israel und Jerusalem ein Licht für sie sind und sie zu diesem Licht zurückkehren
können.
Es war für den Menschen geplant, dass er – wie uns das der 4. Tag der Schöpfung zeigt – innerhalb
dieser Bereiche der Autorität (der Feste) lebt und zurückkehrt in die Übereinstimmung mit diesen
Bereichen, damit er darin wachsen und gedeihen kann.
Wir lesen von dieser Zeit, dass man jemanden, der im Alter von 1000 Jahren stirbt, als noch ein Baby
betrachtet, und dass dieser unter einem Fluch gestanden haben muss, weil er „so früh“ gestorben ist.
Warum? Weil der Prozess der Entropie anfangen wird, sich umzukehren. Noch unterliegen wir dem
Prinzip des Verfalls. Es sei denn, dass eine Kraft, eine Energie oder Macht von außen eingesetzt wird,
wird die Erde und alles auf ihr verfallen (Entropie). Und dieser Prozess ist im Gange seit der Tod
durch die Sünde in die Welt kam.
Wenn wir nun lernen, den Bund zu halten, die Feste zu halten, verlangsamen wir den Prozess der
Entropie auf der Erde, denn wo Ungehorsam ist, da ist Entropie, wo aber Gehorsam ist, da ist Leben.
In dem Maße nun wie die Nationen auf der Erde umkehren, in demselben Maße verlangsamt sich der
Prozess der Entropie (Beispiel Israel in der Wüste: Schuhe und Kleidung wurden nicht abgenutzt!). Es
kommt eine Zeit, wo dieser Prozess der Entropie sich extrem verlangsamen wird.
Wollen wir also ein Gefäß, eine Lampe für den Heiligen Geist sein, eine Lampe der Torah auf dieser
Erde, müssen wir wissen, was Gehorsam ist. Vielleicht haben wir ja keine Ahnung davon, weil wir
noch auf Menschen hören, die uns die Bibel „wegerklären“. Wir müssen unbedingt zu dem, was
geschrieben steht, zu den Festen, und damit zu Jerusalem zurückkehren.
Zitat Ende
Mit diesem kleinen Exkurs im Hinterkopf komme ich jetzt zurück auf das Umgewandelt- oder
Gleichgestaltet-Werden in Sein Bild.
In 2. Kor. 3,18 lesen wir:
Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an (Sein Bild) und
werden so verwandelt in dasselbe Bild (das wir anschauen) von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es
vom Herrn, dem Geist, geschieht. (Die Umwandlung geschieht – wenn wir auf den Herrn schauen –
durch den Geist.)
Hebr. 12,2
… und aufsehen zu Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 10
Römer 1,23
Ja, sie haben die Herrlichkeit des unsterblichen Gottes eingetauscht gegen bloße Bilder, die
sterblichen Menschen oder Vögeln, Tieren oder Reptilien gleichen! (Stern).
Hier haben wir eine Beschreibung des Bildes des Feindes. Dieses Bild oder Angesicht des Feindes ist
„4-fach“: Mensch, Vogel, Tier, Reptil.
Das Angesicht (oder: die Angesichter) Jeschuas ist ebenfalls „4-fach“: Mensch, Adler, Stier, Löwe.
Jedes Angesicht erfüllt einen bestimmten Zweck. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht im
Einzelnen eingehen. Ich möchte nur auf die „Angesichter“ des Feindes, die im Gegensatz zu den
Angesichtern Jeschuas stehen, hinweisen, und im Zusammenhang damit auch darauf, dass wir in das
Bild umgewandelt werden, das wir anschauen.
Wir haben gesehen, wie die Götzen „aussehen“. Wir finden sie in all den verschiedenen Systemen
wieder – Systeme, die uns sich einverleiben wollen (und vielleicht haben sie das ja schon getan),
damit wir letztendlich mit ihnen eins werden und sind. All diese vielen, vielen Systeme zeigen uns
den Charakter der Götzen auf.
Und wie sieht Jeschua aus? Woran oder worin sehen wir Seinen Charakter? Wir sehen Seinen
Charakter, sein ganzes Wesen in den Geboten. Die Gebote beschreiben uns aufs Genaueste, wie
Jeschua aussieht, denn er selbst ist die Gebote, die Torah. Und in dieses Bild sollen und wollen wir
umgewandelt werden. Deshalb hat der Feind es auch darauf abgesehen, dass wir glauben, das Gesetz
(die Gebote) sei „abgeschafft“, sei ans Kreuz genagelt worden.
Wir haben gesehen, dass Bilder Aufmerksamkeit erregen und Emotionen oder Gefühle wecken und
dass sie unsere Seele ansprechen. Und jedes Mal, wenn wir das Bild des Sohnes anschauen, wenn wir
zu Jeschua aufschauen, setzen wir den Prozess der Umwandlung in Sein Bild (wieder) in Gang. Das
trifft aber auch auf das Gegenteil zu. Schauen wir das Bild des Feindes an, …….……… Deshalb werden
wir von Paulus ermahnt, auf Jesus zu schauen. Das ist das Bild, das wir anschauen sollen, das
Angesicht oder die Angesichter des Herrn, seine Herrlichkeit, wodurch wir dann in dasselbe Bild
verwandelt werden. Aber was genau soll denn verwandelt werden? Unsere Seele (unser Denken,
Fühlen und Wollen).
Das sehen wir in 1. Petrus 1,9:
Und so erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.
Hebräer 10,39
Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur
Gewinnung der Seele.
Philipper 3,10
Um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich
seinem Tod gleichgestaltet werde.
Römer 12,1-2
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 11
1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, das ihr eure Leiber hingebt als
ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst (statt
Götzendienst).
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch (werdet verwandelt) durch
Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und
Wohlgefällige und Vollkommene.
Je mehr wir diese Umwandlung oder Gleichgestaltung erfahren und erleben, desto mehr
verherrlichen wir den Herrn durch unser Leben, indem wir wieder das Licht Gottes ausstrahlen, und
desto mehr sind wir auch ein Zeugnis für die Nationen, damit diese ebenfalls zum Licht kommen
können. Gott möchte, dass wir in unserem Denken, Fühlen und Wollen umgewandelt werden, so
dass Seine Gedanken unsre Gedanken, Seine Emotionen unsre Emotionen und Sein Wille unser Wille
werden, und wir Sein Bild – das Bild Gottes, das Wesen, die Natur, den Charakter, die Herrlichkeit
Gottes – zum Ausdruck bringen wie am Anfang im Garten.
Der Feind setzt mittels der Götzen alles daran, dass der Mensch in sein, des Feindes Bild
umgewandelt wird. Und schauen wir das falsche Bild an, nämlich das des Götzen, geschieht das auch.
Es gibt hier keine Grauzone.
Wie wir schon kurz erwähnt haben, umfasst „anschauen“ sehr viel mehr als nur einen Blick auf etwas
werfen. Anschauen wirkt sich in besonderer Weise auf unsere Seele aus, so dass wir dann aus
unserer Seele heraus agieren und unsere Seele entsprechend dem, was wir angeschaut haben,
beeinflusst und verändert, also umgewandelt wird. Denken wir nur einmal daran, was Kindern
mittels Computerspielen an Bosheit und Gewalt vermittelt, sozusagen nach Galater 3,1 vor Augen
gemalt wird. Die Gewalt-Computerspiele verändern die Psyche der Kinder.
Wir denken vielleicht: das ist doch nur irgendeine „geschnitzte Figur“ (ein von Menschenhand
gemachter Götze) aus dem Altertum. Auf den ersten Blick – vielleicht. Dahinter steht aber ein Geist.
Wenn wir diese „Figur“ oder dieses von Menschen gemachte System nun „anschauen“, verleihen wir
diesem „Ding“ Leben (in Bezug auf uns). Solange wir nichts damit zu tun haben, ist und bleibt es eine
„tote geschnitzte Sache“ (für uns). Schauen wir aber zu ihr auf und „beten wir sie an“, d.h. nehmen
wir sie exzessiv in Anspruch, kommt damit ihre ganze Dynamik zum Tragen.
Matthäus 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er
wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem
Mammon.
- Mose 32,15-17
15 …. und hat den Gott verworfen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet
16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt durch fremde Götter; durch Gräuel hat er ihn erzürnt.
17 Sie haben den bösen Geistern geopfert und nicht ihrem Gott, den Göttern, die sie nicht kannten,
den neuen, die vor kurzem erst aufgekommen sind, die eure Väter nicht geehrt haben.
18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer Acht gelassen und hast vergessen den Gott, der
dich gemacht hat.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 12
Ich möchte an dieser Stelle auf zwei dieser extrem vielen Götzen oder Systeme zu sprechen kommen:
auf den obersten der Götzen, den die Schrift Mammon nennt, und auf den zweit-schlimmsten
Götzen, der noch relativ „neu“, also noch nicht so uralt ist – ich nenne ihn einmal den „IT-Götzen“.
In Matthäus 19 fragt ein reicher Jüngling den Herrn, was er tun soll, um ewiges Leben zu haben.
Jeschua gibt ihm zu verstehen, dass sein Herz den Reichtum loslassen soll, weil Reichtum ein
Hindernis sein kann. In Matthäus 22,37 erklärt Jeschua einem Schriftgelehrten das höchste Gebot:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem
Gemüt“, „denn niemand kann zwei Herren dienen“ (Mt. 6,24).
Der Mammon stiehlt die Liebe des Menschen zu Gott (weil das Herz am Reichtum hängt).
Der IT-Götze ist ein sogenannter „neuer“ Gott, der vor kurzem erst aufgekommen ist, den unsere
Väter nicht kannten. In 5. Mose 32,15-18 sehen wir den Abfall von dem wahren Gott aufgrund von
Wohlstand und Technologie. Der wahre Gott wird verworfen, der Fels unseres Heils wird gering
geachtet, der Fels wird außer Acht gelassen und schließlich hat man IHN ganz vergessen.
Der Mammon steht für das Finanz- und Vermögenssystem. Der IT-Götze steht für das IT- und
Medien-System.
Der Mammon stiehlt die Liebe des Menschen zu Gott. Der IT-Götze trennt die Menschen nicht nur
von Gott, sondern vor allem voneinander. Noch einmal: Der Mammon-Götze trennt die Menschen
von Gott, und der IT-Götze trennt die Menschen voneinander.
Der IT-Götze isoliert den Menschen, so dass er nur noch in seine „Gerätschaft“ schaut. Trennung
oder Separierung ist eine der vorrangigsten Strategien des Feindes. Ein Wolf oder Kojote trennt ein
Tier von der Herde, damit er es angreifen und reißen kann. Denn in der Herde ist das Tier sicher.
Diese Strategie funktioniert aber nicht nur bei den Tieren. Hat der Feind einen Menschen einmal
separiert, kann er ihn sehr viel leichter angreifen, denn auf sich allein gestellt ist der Mensch eher
verwundbar. Genau das war auch der Gedanke, den Sanherib, der König von Assyrien und Antichrist
der Generation Hiskias, hatte, als er Jerusalem belagerte. Israel war schon ins Exil nach Assyrien
weggeführt worden. Juda war jetzt sozusagen alleine, d.h. ohne jegliche Unterstützung oder Hilfe
von Israel. So dachte mindestens Sanherib. Mit Hiskias Glaubensmut hatte er nicht gerechnet. Und
Hiskia besaß diesen Glaubensmut, weil er das Land von den Götzen gereinigt und das Volk zum
wahren Glauben zurückgeführt hatte. Das ist die Basis, auf der wir gegen den Feind siegreich bleiben:
die Reinigung von den Götzen und die Rückkehr zum Glauben durch Buße.
Ich möchte noch kurz einmal auf den IT-Götzen zurückkommen. Unter den IT-Götzen gibt es das I-
Phone, I-Pad, I-Tunes, I-Cloud. Mutet es nicht ironisch an, dass es ausgerechnet I-Phone usw. heißt? I
ist Englisch für ich. Alles, was du in deinem Ich-Sowieso gespeichert hast, ist in deiner I-Cloud
abgelegt, damit auch ja nichts verlorengeht. Wir sehen: Der Kern vom Götzendienst ist das Ich oder
das Selbst. Die oben genannten Dinge sind nicht unbedingt schlecht (der Baum der Erkenntnis hat ja
auch Gutes), werden sie aber über die Beziehung zu JHWH gestellt, macht sie das schlecht, ja, sogar
böse. Das 1. Gebot besagt, dass wir Gott lieben sollen an allererster Stelle und dann den Nächsten
wie uns selbst. Der Mammon – wie wir schon sahen – stiehlt unsere Liebe zu Gott, der IT-Götze
trennt und isoliert den Menschen von seinem Nächsten.
Komm heraus aus ihr, mein Volk – Teil 7Seite 13
Wodurch lassen wir uns die Liebe zu Gott stehlen? Und wie sieht es mit unserer Liebe zum Nächsten
aus?
Es gäbe hier noch sehr viel mehr zu sagen, aber ich möchte diesen Teil an dieser Stelle mit Matthäus
22,37-40 beenden:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von
ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (5. Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19,18).
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz (Torah) und die Propheten.
E. K.
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