Die Wanderzüge Israels, 4. Mose 33 Teil 5, Lagerplätze 5-8

übersetzt aus dem englischen Buch „Called to Canaan“ von Danette Davis & Shauna Manfredine
Die einzelnen Lagerstätten stark zusammengefasst (daher keine Bibelstellen zusätzlich) und ihre Bedeutungen:
- 5. Elim: Palmen am Wasser
4. Mose 33:9 Von Mara brachen sie auf und kamen nach Elim; und in Elim waren 12 Wasserquellen und 70 Palmen, und sie lagerten sich dort.
Elim war der zweite aufgezeichnete Lagerplatz, nachdem Israel das Rote Meer durchquert hatte. Der Name bedeutet „Widder, stark, Hirsch“ oder “Terebinthen, Bäume,” (Exodus 15:27, Numeri 33:9). Einige verstehen die Bedeutung von “Elim” als “Stärke” oder “YHWHs starker Engel “. Alle stimmen jedoch darin überein, dass Elim der Ort der Stärkung war nach der Marah-Erfahrungen. Die Kinder in Israel brauchten eine wichtige Lektion in geistlicher Sicht, nach ihrem Scheitern bei Mara. Nach geistlichen Schwierigkeiten und Zeiten der Prüfung, hat unser liebender himmlischer Vater Zeiten der Ruhe und des geistlichen Erquickung versprochen. In Elim wurden die Kinder Israels eingeladen, zu ruhen und Begegnung mit der Wahrheit zu haben. So sahen die Kinder Israels in den stillen Tümpeln von Elim die hässlichen Reflexion ihres eigenen kranken Herzens. Sie hatten Zeit zum Nachdenken – auch über die Treue ihres Ehrfurcht gebietenden Elohims, der sie führte.
Die 12 Brunnen und 70 Palmen von Elim waren ein Symbol für Israel. Siebzig ist die Zahl, die das „Fenster zur Seele“ bezeichnet, und die “Offenbarung der Sorge des Vaters”. Es ist symbolisch für die Augen eines Schafes, die auf seinen Hirten gerichtet sind. In Elim lernen wir die Lektion, wie man das Auge des Glaubens benutzt. Wir sollen unseren geistlichen Fokus auf YHWH richten. Dabei werden unsere Seelen mit immer mehr zunehmendem Licht erfüllt. Niemals sollten wir uns erlauben, unseren Blick der Bosheit zuzuwenden, uns auf sie zu fokussieren. Das Auge, oder genauer gesagt, die Fähigkeit zu sehen, ist eine Metapher für geistliches Verständnis/Einsicht. „70“ steht auch für siebzig Seelen aus den Lenden Jakobs, der nach Ägypten reiste… und, die die zwölf Stämme von Israel umfassten.
Elim erinnert uns daran, dass es selbst inmitten der dunkelsten Stunden der Geschichte eine geistliche Oase gibt. Das endgültige geistliche Israel kann in diesen ruhigen Zeiten des Friedens und des Überflusses voran gehen, selbst während der 1260 Tage größter Schwierigkeiten. Sie hatten in Mara miterlebt, wie YHWH für ihre Bedürfnisse sorgt. Und jetzt, nur sieben Meilen von Bitterkeit und Rebellion entfernt, war die ersehnte Rettung, des lebendige Wasser im Überfluss vorhanden. Wie oft verlieren wir unser Herz in Nöten, wie das alte Israel, obwohl die Himmlische Erleichterung schon gerade hinter der nächsten Ecke wartet? Die Natur des Selbst ist Wankelmütigkeit. Nochmal, unsere Augen des Glaubens sollten immer auf YHWH ausgerichtet sein. Der einzige Weg IHN zu „sehen“, ist „aus der Ruhe heraus“.
6. Yam Suph: Versunken in Verwirrung
4. Mose 33:10 Von Elim brachen sie auf und lagerten sich am Roten Meer (Yam Suph).
Yam Suph, übersetzt als Rotes Meer, war Israels sechster Lagerplatz. Suph war eine Hebräische Metapher
für Mutlosigkeit, Entmutigung und Verzweiflung. Der Ort lag in einer sumpfigen Region, wo das Reisen schwierig gewesen wäre. Über die Lage dieses Ortes gibt es viele Vermutungen, jedoch sollte es keine Zweifel über das Wort YHWHs geben, denn dort finden wir die Position dieses Ortes. Selbst die sprichwörtlichen Steine sprechen, wenn es um die Stützung der biblischen Aufzeichnung geht, denn es gibt reichlich archäologische Beweise, um diese Aussage zu validieren. Heute bezeugen die Wagenräder auf dem Boden des Golfs von Aquaba die Genauigkeit der biblischen Aufzeichnung. Und das Gewässer mit diese Spuren der ägyptischen Armee ist in der Tat das Rote Meer. (Dafür gibt es weitere Beweise)
Die Erfahrung an diesem Ort steht für die Schwierigkeiten, denen wir auf unserem geistlichen Weg begegnen, wenn wir durch raue Zeiten von Entmutigung geführt werden. Wenn wir in Versuchung geraten, in Verwirrung oder Verzweiflung zu verfallen, müssen wir über unseren Kampf hinausblicken mit den Augen des Glaubens und uns mit aller Kraft festhalten an der Wahrheit des Wortes. Die „negative“ Auslegung der Zahl 6 verweist auf die Verwirrungen (fehlende Orientierung), die von „der Hure“ und „dem Tier der Offenbarung“ ausgehen, die letztlich versuchen, die Anhänger von YHWH aufzuhetzen.
Yam Suph bot solch eine Versuchung für Entmutigung. Die Endzeitheiligen werden auch dem feindlichen Sumpf der Mutlosigkeit gegenüberstehen. Wir werden gewarnt, dass es Zeiten geben wird, in denen HaSatan das Volk Elohims dazu verleiten wird, sich der Gnade unwürdig zu fühlen, und dadurch nicht mehr in der Lage sein wird, YHWH anzurufen. Solche Momente sind aber auch Chance für die Stärkung unseres Glaubens. Wenn wir, wie Gläubige währen eines Pilger-Progresses, uns auf unsere Vergangenheit und unsere Sündenlasten fokussieren, werden wir in den Morast der Verzweiflung versinken, bzw. es wird sich anfühlen wie ein Sturz in eine Grube voller triefendem Schleimes. Wie wir mit der Prüfung unseres geistlichen Yam Suph umgehen, wird also entweder unser geistliches Ende bringen oder den Beginn unseres erneuerten Lebens in Yahshua Ha Maschiach. Wir werden gewarnt, dass dies eine große Prüfung für das Volk YHWHs sein wird während der letzten Zeit der Trübsal. Aber wenn wir stattdessen unsere Augen fest auf unseren Erlöser richten, indem wir seine wertvollen Verdienste als unser Eigen beanspruchen, dürfen wir auf den „Steinen des Glaubens“ gehen, anstatt in der Grube zu versinken. YHWH gebraucht die Tests zur Aufdeckung des wahren Zustands unserer Herzen.
7. Wüste Sin: Manna, Moed und der Mondgott
- Mose 33:11 Vom Roten Meer brachen sie auf und lagerten sich in der Wüste Sin.
Als Israel in der Wüste Sin lagerte, trafen sie auf die falschen Lehren des Mondegottes. Sin ist einer der Namen des pre-islamischen Mondgottes. Er war in ganz Midian weithin verehrt. Die Wüste Sin wurde nach ihm benannt und war weitgehend von Gläubigen dieser Gottheit bewohnt. Die Kinder Israels fielen oft ab, indem sie Mondanbetungspraktiken in ihre Anbetung YHWHs integrierten. Wir sind auch Heute in zunehmendem Maße konfrontiert mit verdrehten Lehren, die darauf abzielten, immer mehr Gläubige dazu zu verleiten, die Wahrheit von YHWHs Wort zu verschmutzen mit Philosophien der Heiden. Im Mittelpunkt dieser Prüfung steht besonders die Einhaltung YHWHs heiliger Schabbate. YHWHs wöchentlicher Mo’ed (Schabbat) sollte bestimmt werden durch eine konsequente Zählung von sieben Tagen. Diejenigen, die den Wind der falschen Lehre erkennen und sicher durchschreiten, werden täglich ein Festessen aus dem „Manna des Wortes“ haben. Indem wir von diesem reinen, himmlischen Brot essen, werden wir vor den verunreinigten Praktiken und Überzeugungen der Sünde geschützt werden.
Eine der wichtigsten Prüfungen auf diesem siebten Lagerplatz ist die Schlacht, bei der es um unseren Bauch geht. Die Wahl, wie und was man isst, ist immer noch eine Quelle des Götzendienstes bei den Nachfolgern Yahshuas und allgemein im Christentum von Heute. Diejenigen, die in das endgültige Kanaan eintreten werden, werden gelernt haben, sich unterzuordnen und gehorsam zu sein, indem, was sie essen. YHWHs Endzeitheilige werden Ihn auch loben und anbeten, sowohl in Zeiten des Überflusses als auch in Zeiten des Verderbens/der Not. Der Mangel an Brot in der Endzeit wird nicht nur rein physischer Natur sein. Die Schlacht um den Bauch ist der Test, ob wir YHWH lieben und gehorchen werden, auch wenn es eng wird mit der Versorgung, besonders auch mit unseren Lieblingsgerichten. Sieben steht für die Perfektion YHWHs und ist auch die Zahl für das Schwert des Wortes. Der geistliche Mangel an Brot ist weitaus gravierender. Diese, die nicht täglich vom Wort Gottes essen, werden geistlich hungernd sein und ohne Kraft für die kommenden Tests. Die Kinder Israels damals sind bei diesem Tikkun (Lektion/Test) durchgefallen. Anstatt voll Lobes, Gebet und Vertrauen zu sein, beschwerten sie sich bei YHWH. Damit traten sie in den uralten und oft wiederholten Zyklus des Abfalls vom Glauben ein. In den letzten Tagen sollten wir gerade diese Warnungen erkennen und nicht selbst dem Glaubensabfall verfallen. Das Manna, das der Vater an diesem Lagerplatz Israel geschickt hat, war nicht nur das Gegenmittel gegen ihren physischen Hunger, es war auch geistlich gesehen, zur Vorbeugung und Heilung der Krankheit des Klagens und Murrens. Manna, ein Symbol des Lebendigen Brotes des Wortes, gibt uns die Kraft, uns von Sünden gegen YHWH fernzuhalten (Psalm 119,11). Das endgültige Israel wird vorbereitet und befähigt werden, Sieg zu haben über die Schlacht um den Bauch und wird geistlich genährt werden mit dem Reichtum des Wortes, indem sie sich täglich dem Willen YHWHs unterwerfen und das lebendigen Manna (des Wortes) essen. Genau die Prüfungen, die so schwierig und unnötig zu sein scheinen, sind YHWHs Mittel für die Entwicklung der Kanaan-Qualitäten in uns. Wenn wir schmecken und sehen, wie gut YHWH ist, werden wir zu ihm hinwachsen und ihm immer tiefer vertrauen – und vorbereitet sein für Seine nächste Prüfung.
8. Dophka: Befreiung für die verlorenen Schafe
4. Mose 33:11 Von der Wüste Sin brachen sie auf und lagerten sich in Dophka.
Die Erkenntnisse aus Dophka verbinden uns mit dem Befehl von Yahshua, Menschenfischer zu werden. Niemand wird das Himmelreich betreten, ohne die Hand ausgestreckt zu haben, um mindestens einen anderen Menschen zu befreien, der im Dunkeln gefangen ist und in Knechtschaft mit dem Feind lebt. Auch wenn die Seelengewinner unter großem persönlichem Risiko stehen in den letzten 1260 Tagen, so wird das Volk YHWHs doch gerne seine Ärmel hochkrämpeln und sich an alle wenden, die das Anklopfen des Erlösers hören. Auf diese Weise werden viele gerettet werden!
Dophka bedeutet „(An)klopfen“ und repräsentiert geistlich den letzter Aufruf für das endzeitliche Laodizea, auch bekannt als das verlorene Schaf des Hauses Israel. Dophka war eine Region mit Sklaven Minen, in die die Ägypter ihre politischen Gefangenen schickten. Viele Hebräer wurden in diesen Kupferminen versklavt, stellvertretend für die verlorenen Schafe des Hauses Israel, versklavt in geistige Finsternis. Kupfer steht für geistige Bollwerke des Feindes im eigenen Leben. Warum ist der Zustand der Laodizäer so viel schlimmer als jede andere Form des nominellen Christentums? Weil es für seine große Dunkelheit bekannt ist, können die Laodizäer ihren wahren Zustand nicht mehr wahrnehmen. Die Ursache für diese schreckliche Blindheit ist, dass sie weder vollständig YHWH zugehörig sind (geistlich heiß), noch sind sie völlig hingegeben an die Dinge der Welt (geistig kalt). Anstatt sich auf eine Seite festzulegen, versuchen die Laodizäer, eine Hand in der Welt zu behalten und mit einer Hand das ewige Leben zu beanspruchen. In diesem lauwarmen Zustand ist ihr Zustand weit gefährlicher, als wenn sie völlig kalt wären. Geprägt von solch großer geistlicher Blindheit, ist der Zustand der Laodizäer zu vergleichen mit der dunklen Knechtschaft der Sklaven der Dophka Kupferbergwerke.
Israel hat in Dophka eine doppelte Erfahrung gemacht: erstens stellte diese Region eine
unterjochende, bedrückende Umgebung dar, wo es unmöglich war für die Kinder Israels, mit den Einwohnern von Edom zu handeln durch Kaufen oder Verkaufen. Zweitens, während Israel an diesem Ort lagerte, wurden sie erinnert an die Freilassung zahlreicher Sklaven aus der Dunkelheit der feindlichen Knechtschaft, bildhaft als Kupfer Minen.
Das Volk YHWHs, das freigelassen wurde und das selbst vom Wasser des Lebens gekostet hat, ist beauftragt, zu helfen, diese Sklaven der Finsternis zu befreien. Alle, die aus der Finsternis und der Versklavung der Sünde gerettet sind, werden damit ihrerseits sofort zu Seelenrettern.
In den letzten Tagen wird die Erfahrung von Dophka aus 3 Arten biblischen Anklopfens bestehen:
1. Der Erlöser klopft an und bietet die Gelegenheit zum Leben und zur Befreiung – Offenbarung 3:20
2. Diejenigen, die diese Befreiung annehmen, suchen nach weiteren Segnungen durch Gebet beim Anklopfen an die „Lagerhalle“ des Himmels – Matthäus 7:7, 8
- Diejenigen, die den letzten Aufruf zu den verlorenen Schafen ablehnen, weil sie glauben, selbst geistig in Ordnung zu sein, werden zu spät an die Tür der Gnade klopfen – Matthäus 25:10-12
Das ist die ultimative Botschaft von Dophka: das Anklopfen der Gnade muss schnell beherzigt werden, da die Gelegenheit für Befreiung bald zu Ende gehen wird.
In dem nächsten Teil geht es dann weiter mit den nächsten Lagerplätzen.
Shalom, Rivkah
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